10.Juni 2012 / 5.Skoda - Velothon in Berlin + 3.Lauf zur MarathonMan-Europe-Serie am 17.06.2012 in , Jablonné v Podještědí (CZE) (Malevil Cup)


Zwei sportliche Wochenenden in Folge gab es für die Radsportler des Döbelner SC zu bewältigen. Zunächst ging es für die fünf Rennfahrer Rolf Gebhardt, Uwe Mothes, Sven Wallrabe, Mike Brümmer und Jens Böber nach Berlin. Dort fanden sich neben den Döbelnern ca. 14.000 Aktive aus ganz Europa zum 5. Skoda-Velothon ein. Der Volksmarathon für Radfahrer hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer festen Institution im Radsportkalender entwickelt. Der vollkommen abgesperrten Rundkurs durch und um Berlin verleiht den ambitionierten Hobby Rennfahrern auf 60 oder 120 Kilometer Länge die Atmosphäre  eines Profiradrennens. Dabei werden die Akteure alljährlich von rund 250.000 Zuschauern bejubelt.

Der Start erfolgte am Brandenburger Tor auf der zur Fußball Europameisterschaft errichteten Fan Meile, die in der Nacht noch eifrig von allen Überresten der abendlichen Feier anlässlich des Sieges der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal befreit wurde. Rolf Gebhardt und Mike Brümmer entschieden sich für die kurze Strecke und starteten zuerst. Uwe Mothes, Sven Wallrabe und Jens Böber gingen im Anschluss aus einem anderen Startblock auf die 120 Kilometer Strecke. In beiden Gruppen wird von Beginn an hart gekämpft, das Tempo ist hoch. Die hohe Teilnehmerzahl ist dabei Fluch und Segen zugleich. Obwohl die gesamte Fahrbahnbreite genutzt werden kann geht es oft sehr eng zu. Volle Konzentration ist zu jedem Zeitpunkt gefragt. Der kleinste Fahrfehler führt schnell zu Kettenreaktionen, die leider immer wieder zu Stürzen führen. Dennoch ist jeder Fahrer froh bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 Km/h auf der Geraden ein Hinterrad zu haben an welches er sich hängen und einen Moment verschnaufen kann. Den Döbelnern gelingt es stets bei der Sache zu sein und sich aus allem herauszuhalten. Ohne Sturz oder Defekt beendet Rolf Gebhardt nach 1 Stunde 37 Minuten sein Rennen und ist sehr zufrieden. In seiner Altersklasse Ü 60 belegt er mit einem Schnitt von 38,2 Km/h Platz 16 von 315! Zwei Minuten später folgt ihm Mike Brümmer und fährt auf Platz 289 von 1319 Männern über 30 Jahre. Auf der großen Runde schaffte es Jens Böber sich 25 Kilometer vor dem Ziel mit 7 Begleitern von seiner Gruppe zu lösen und unterbot damit seine Vorjahres Zeit um 10 Minuten. Nach 2 Stunden 43 Minuten beendete er sein Rennen mit einem Schnitt von 41,7 Km/h und fuhr auf Platz 109 von 1356 in der AK Ü 30. Uwe Mothes belegte mit einer Zeit von 2 Stunden 52 Minuten bei den Männern über 50 Jahre den 134. von 1002 Plätzen. Sven Wallrabe folgte mit einem Abstand von einer Minute auf Platz 563 von 2171.

Am vergangenen Wochenende folgten die zwei Mountainbiker Sven Wallrabe und Jens Böber ihrer eigentlichen Leidenschaft und starteten beim dritten Lauf der Marathon-Man-Europe-Serie, dem Malevil Cup, im tschechischen Jablonné im Zittauer Gebirge. In diesem Jahr fanden neben den normalen Rennläufen auch ein Lauf zur Mountainbike Marathon Europameisterschaft statt, was zeigt wie anspruchsvoll das Gelände ist. Dies bekamen die Döbelner Radsportler auch deutlich zu spüren. Die Trails sind zu einem großen Teil mit Wurzeln und Felsen gespickt, die Berge nicht sehr hoch doch dafür steil und zahlreich. So gibt es kaum Gelegenheit irgendwo zu entspannen, jeder Meter will erkämpft werden. Der Regen in der Nacht zuvor erschwerte die Bedingungen ebenso wie die schwüle Wärme am Renntag. Sven Wallrabe startete auf der 65 Kilometer Distanz. Er teilte sich vom Start an das Rennen ein und kam mit den Bedingungen gut zurecht. Am Ende bezwang er die Strecke in einer Zeit von 4 Stunden 36 Minuten auf Platz 53 von 112 Männern über 40 Jahre. Jens Böber hatte sich für die 105 Kilometer Runde gemeldet um seine Position in der Gesamtwertung der Serie zu festigen. Zu Rennbeginn lag er dort auf Platz 14. Im Rennen konnte er sich von Beginn an im vorderen Fahrerfeld platzieren. Obwohl er sich ab Rennmitte nicht mehr nach vorn orientieren konnte verteidigte er seinen zwischenzeitlichen 15. Rang über die Distanz. Erst gegen Ende musste er einige Konkurrenten ziehen lassen. Im Ziel bedeutete das Platz 21 von 198 Fahrern über 30 Jahre.

 


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