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Vätternrundfahrt 2010
Sie ist Geschichte, die größte Amateurfahrradtour der Welt, die
Vätternrundfahrt 2010. Die Kleinstadt Motala, gelegen zwischen Göteborg
und Stockholm, 30000 Einwohner, war zum wiederholten Mal Gastgeber
dieser Großveranstaltung des Radsportes. Ja - Schweden war das Ziel
Tausender Radsportfreunde mit dem Ziel, an eben dieser Radtour
teilzunehmen. Traditionell am Wochenende vor dem Mitternachtsfest findet
sie statt. Die Teilnehmerzahl wurde 2010 auf 20000 Teilnehmer begrenzt,
und doch überschritten. 18132 Männer und 3114 Frau, alle älter als 18
Jahre waren am Start und es wird im Ziel kein Sieger geehrt. Jeder
erhält ein Anerkennungsgeschenk, wichtig ist, Er oder Sie kommen
unbeschadet ins Ziel. Der Start am 18.06.2010 erfolgte 19.30 Uhr mit der
ersten Gruppe von ca. 50 Fahrern. In kurzen Zeitabständen werden dann
die nächsten Gruppen auf die Reise geschickt. Diese ist 300 Km lang, hat
insgesamt nur 1400 Höhenmeter aufzuweisen und führt rund um den
Vätternsee. Herrliche Straßen nehmen zu dieser Zeit die Radsportler auf.
Unzählige Helfer sind unterwegs um die Betreuung zu sichern. Allein
25000 Liter Mineralgetränke wurden verabreicht. Es herrscht Handy-Verbot
für die Fahrer um das Funknetz nicht zu überlasten. Ein Stimmengewirr
beherrscht die Szenerie. Es sind Fahrer aus 34 Nationen am Start. Aus
Deutschland haben sich 1822 aufgemacht um den Wettkampf zu bestehen.
Damit ist Deutschland die größte ausländische Delegation. Das Wetter im
Großen und Ganzen recht gut, wäre da nicht in der Nacht ein 2-stündiger
Starkregen gewesen. Die aufgehende Sonne und blauer Himmel war jedoch
Entschädigung für die Nacht. Von 6 Grad in der Nacht bis etwa 17 Grad am
Mittag entwickelten sich die Temperaruren. Die Verpflegung an der
Strecke für viele gewöhnungsbedürftig. Blaubeersuppe mit trockenem
Brötchen ist für Nicht-Schweden eher etwas Seltenes.
Vom Döbelner SC 02/90 waren 2 Fahrer dabei, zum wiederholten, zum
Dritten mal.
Rolf Stiewe und Uwe Mothes, Seniorenfahrer mit beispiellosem Ehrgeiz,
hatten sich auf den Weg gemacht. Mit den Startnummern 9496 und 9508
nahmen beide in der Gruppe 159 genau um 1.16 Uhr am 19.06.10 das Rennen
auf. Lange Zeit fuhren beide gemeinsam bis schließlich ein
Verpflegungspunkt beide auseinander brachte. Rolf Stiewe überquerte
11.47 Uhr, nach 10 Std u. 31 Min. die Ziellinie. Damit war er 48 Minuten
schneller als 2009 und gegenüber 2008 sogar um 3 Std. u. 8 Minuten
schneller.
Uwe Mothes war 12.23 Uhr, nach 11 Std. u. 7 Minuten im Ziel. Er
verbesserte seine Zeit von 2009 um 2 Std. u. 50 Minuten und von 2008
sogar um 3 Std. u. 1 Minute.
Erschöpft und ausgepowert waren beide Fahrer stolz und glücklich das
Ziel ohne Defekte und Stürze erreicht zu haben.
Das Reglement besagt, das jeder Fahrer frühestens 6 Stunden nach
Zieldurchfahrt die Heimreise antreten darf, zu seiner eigenen
Sicherheit. Es wird kontrolliert und meist auch eingehalten. Die Fahrer
des Döbelner SC 02/90 sind wohlbehalten wieder in Döbeln eingetroffen
und bereiten sich auf die nächsten Höhepunkte vor.
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