19.08.2012 Vattenfall Cyclassics Hamburg


Ein Wochenende der Superlativen liegt hinter den Döbelner Radsportlern. Sie starteten mit einem fünfköpfigen Team bei den 17. Vattenfall Cyclassics in Hamburg, dem derzeit einzigen Profi-Radrennen der höchsten Kategorie UCI World Tour in Deutschland. Neben dem Profirennen, bei dem die 18 besten Radteams der Welt an den Start gingen, fand im Vorprogramm ein Radmarathon über 55Km, 100Km und 155Km mit einem Starterfeld von 22000 Männern und Frauen statt. Unter Ihnen waren die Döbelner Daniel Stiewe, Jens Böber, Sven Wallrabe, Uwe Mothes und Rolf Gebhardt.

Der Autohersteller Skoda ist seit Jahren Sponsor des Radsports in Deutschland und bietet in jedem Jahr 250 Teilnehmern die privilegierte Gelegenheit aus einem eigenen Startblock ins Rennen zu gehen. Die Döbelner nutzten diese Chance und meldeten vom Skoda Autohaus Ertl unterstützt für die Langdistanz.

Der Start erfolgte am Sonntag um 7.50 Uhr bei noch angenehmen 20 Grad. Die angekündigten Rekordtemperaturen für den Sonntag verhießen eine ordentliche Hitzeschlacht auf dem 155 Kilometer langen Kurs durch und um die Metropole Hamburg. Zwischenstopps an den Verpflegungspunkten waren zwar möglich, doch sollten sie nur das letzte Mittel sein. Wer schnell sein wollte müsste wohl durchfahren ohne zu stoppen. Also nahmen alle die extra großen Trinkflaschen mit auf Tour.

Das Rennen verlief erwartungsgemäß schnell. Obwohl immerhin 800 Meter Höhendifferenz zu bewältigen waren schien es doch eher flach zu sein als bergig. So fiel der Tacho selten unter 40 km/h. Die Aufteilung des riesigen Starterfeldes in viele kleinere Blöcke hielt die Verkehrsdichte in Grenzen und die Fahrt verlief überwiegend flüssig. Erst gegen Rennmitte schob sich das Feld näher zusammen und die Rangeleien im Feld wurden größer. Zweimal hatte dabei Jens richtig Glück als vor Ihm die Konkurrenten kollidierten. Er konnte ein durch die Luft fliegendes Rad eben noch mit dem Arm abwehren und so sein Rennen weiterführen.

Erfahrungsgemäß werden zum Rennende hin die Kilometer länger und länger. Die mittlerweile kaum zu ertragende Hitze tat ihr übriges um die Fahrer an Ihre Belastungsgrenzen zu bringen. Nur noch wenige beteiligten sich an der Führungsarbeit und das Tempo wurde etwas langsamer. Erst auf den letzten 20 Kilometern spürte man wie sich alle nach dem Ziel sehnten und nochmal alle Reserven mobilisierten. Es wurde wieder um Positionen gekämpft und jeder sah zu, die Lücke zum Vordermann zu schließen. Auf den letzten drei Kilometer war die Strecke gesäumt von unzähligen Zuschauern, die jeden Fahrer so feierten als wäre sie die Sieger. Insgesamt rund 800.000 begeisterte Radsportfans begleiteten das Ereignis aus nächster Nähe und sorgten rund um die Strecke für Gänsehautmomente.

Im Ziel angekommen erhielt jeder Teilnehmer seine Medaille und endlich ein kaltes Erfrischungsgetränk. Für die Döbelner Radsportler war es einer der unvergesslichen Momente in diesem Jahr und mit Ihren Ergebnissen konnten sie wieder einmal zufrieden die Heimreise antreten.

 

Altersklasse

Platz AK

Platz Männer gesamt

Teamwertung

Jens Böber

Senioren 1

95 von 522

248 von 2017

39 von 83

Daniel Stiewe

Senioren 1

401 von 522

1494 von 2017

Sven Wallrabe

Senioren 2

414 von 897

934 von 2017

Uwe Mothes

Senioren 3

97 von 366

787 von 2017

Rolf Gebhardt

Senioren 4

19 von 78

930 von 2017

 


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