18.Juli 2009 Salzkammerguttropy in Bad Goisern (Österreich)


Sven Wallrabe, Jens Böber und Robert Wallrabe hatten sich aufgemacht, den Salzkammergutmarathon - Ausgabe 2009 - zu bestreiten. Besonders für Jens Böber, der in diesem Jahr erneut die Rocky-Mountain-Serie bestreitet, ein wichtiges Rennen, lag er doch nach 2 von 4 Läufen auf einen beachtlichen 18. Platz. Bereits Donnerstags angereist um vor Ort sich optimal auf die einzelnen Distanzen vorbereiten zu können, waren alle drei Aktive des Döbelner SC 02/90 voller Optimismus. Das Training in und um Bad Goisern verlief ohne Probleme, auch das Wetter spielte gut mit. Am Abend vor dem Start ging es dann zur traditionellen Pasta-Party. Ein Zelt so groß wie ein 4-Mast-Cirkus nahm die Mountainbiker auf. Dann geschah das Unfassbare. Ein Unwetter zog auf. Sturm, Hagel und sinnflutartiger Regen richtete große Zerstörungen an. Die Zelte der Aussteller, die als Rahmenprogramm eine Messe gestaltet hatten, flogen durch die Luft. Das riesige Party-Zelt drohte ebenfalls zerstört zu werden. Gegenstände im Zelt flogen durch die Luft. Alle behielten die Nerven und es kam zu keiner Panik. Nach etwa 20 Minuten war der Spuk vorüber, die Sonne schien wieder. Die Nachrichten informierten darüber, das im nicht weit entfernten Graz Katastrophenalarm ausgelöst wurde. Auch im Bereich der Marathonstrecken gab es verstärkt Warnungen vor Murenabgängen. Am Wettkampftag dann der Schock. Starkregen, der bereits in der Nacht eingesetzt hatte, dichter Nebel und Temperatursturz auf 10 Grad im Tal. Auf den Bergen Schneefall. Es herrschte Ratlosigkeit bei den drei Döbelner Startern. Der Veranstalter ließ sich von den Wetterkapriolen und den Gefahren, die für die Aktiven bestanden nicht beeindrucken. Am Start standen einige Fahrer der insgesamt rund 4000 Angemeldeten und nahmen das Rennen auf. Für die Maximale Distanz von 200 Km entschloss sich dann der Veranstalter, das Rennen vorzeitig abzubrechen und eine Wertung vorzunehmen nach etwa 33 Km Fahrstrecke. Die kürzeren Distanzen nahmen das Rennen auf, jedoch mit stark dezimierten Teilnehmerfeldern. 

Die drei Fahrer des Döbelner SC 02/90 und auch über 1000 andere Mountainbiker nahmen das Rennen nicht auf. Waren die Gefahren auf der Strecke durch Sturzflutartige Wassereinbrüche und die Murenwarnung zu groß. Die Gesundheit der Sportler ist das Wichtigste im Sport. Sie sind unbeschadet wieder in der Heimat zurück. Was bleibt sind die Eindrücke des Unwetters und die Hoffnung für Jens Böber, im Finale der Marathonserie in Seiffen zu zeigen, das er ein leistungsstarker Marathonfahrer ist. Auch Sven und Robert Wallrabe werden in Seiffen ihre Chancen nutzen. 


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