17.04.2012 - Döbelner Radsportler starten in die neue Saison

 

Am vergangenen Wochenende erklärten die Döbelner Radsportler endlich die lange Winterpause für beendet und starteten auf breiter Front in die neue Saison. So folgten die Straßenfahrer der Abteilung Uwe Mothes und Martin Creutz sowie der Mountainbiker Jens Böber der Einladung einiger Teilnehmer des Döbelner Nachtbergzeitfahrens nach Bad Bevensen in Niedersachsen. Die Radsportfreunde aus Norddeutschland veranstalteten das fünfte und bereits zum Kult erklärte Rennen „Hölle des Nordens“. Dabei ist der Name Programm. Die besondere Herausforderung dieses Rennens liegt weniger in seiner Länge, die mit 5 Runden je 6,5 Kilometer eher kurz ausfällt. Vielmehr ist der 1,5 Kilometer lange Anstieg, der mit mittelalterlichem Pflaster befestigt wurde das sprichwörtliche Salz in der Suppe. Augenscheinlich ist der Vergleich zum legendären Klassiker Paris-Roubaix.

Die Döbelner starteten in einem gemeinsamen Rennen,  jedoch gingen Creutz und Böber bei den Männern, Mothes bei den Senioren an den Start. Wie erwartet begann der Lauf mit hohem Tempo, Zeit für taktische Spiele gab es nicht. Der gefürchtete Pflasterweg ließ nicht lange auf sich warten und die Erstbefahrung glich dem sprichwörtlichen Sprung ins eiskalte Wasser.  „Du weißt nicht wie Dir geschieht, das Rad scheint sich komplett in seine Einzelteile zu zerlegen“ so schildert hinterher einer der Fahrer seine Erfahrungen. „Da heißt es: vertrauen und gut festhalten“ hört man an anderer Stelle. Nachdem der erste Schock überwunden war konnten sich die Radsportler jedoch gut ins Rennen hineinfinden. Bereits nach wenigen Kilometern setzte sich eine etwa 10 köpfige Gruppe ab, die die Döbelner ziehen lassen mussten. Bei ständigen Führungswechseln in den einzelnen Gruppen blieb das Tempo hoch. Ein Ausreißen nach vorn war so unmöglich. Die fünf zu absolvierenden Runden waren schnell geschafft. Jens Böber versuchte am letzten Anstieg seiner Gruppe zu entfliehen und war damit zunächst auch sehr erfolgreich. Erst auf den letzten Metern flogen die Verfolger mit viel Tempo heran. Auf dem Zielstrich wurde Böber dann um weniger Zentimeter geschlagen. Seine Zeit für die 32,5Kilometer von 56min53sek reichte zu Platz 9 in der Altersklasse der Männer. Uwe Mothes und Martin Creutz konnten sich in dem leistungsstarken Feld ebenfalls gut behaupten. Allerdings wurden sie Opfer der kurzen Rundenlänge und kurz vor Schluss von den Führenden eingeholt und damit aus dem Rennen genommen. Uwe Mothes belegte in der Altersklasse Senioren Platz 9, Martin Creutz belegte Platz 13 bei den Männern.

Aber nicht nur die Rennradfahrer des Döbelner SC hatten am Wochenende zu tun. Mit Tobias Sachse und Mike Brümmer wurden die Mountainbiker des Döbelner SC beim 34. Kyffhäuser Berglauf vertreten. Im Rahmen der alteingesessenen Laufveranstaltung rief der Ausrichter zu einem 64 Kilometer langen Mountainbike Marathon rund um Bad Frankenhausen. Dabei führte die Strecke vorbei an der Barbarossa Höhle und am Kyffhäuser Denkmal uns es galt 1245 Meter Höhendifferenz zu bewältigen. Bei schönsten Frühlingswetter gingen insgesamt  über 300 Fahrer voller Spannung auf den anspruchsvollen Rundkurs. Dieser war gespickt mit zahlreichen steilen Anstiegen und verlangte fahrtechnisch einiges ab. Die Döbelner Radsportler starteten beide erstmals bei einem Rennen über solche Distanz. Sie gingen den Lauf konzentriert und ruhig an und teilten ihre Kräfte gut ein. So früh in der Saison nutzten die Neulinge der Abteilung Radsport die Veranstaltung vor allem als Training. So absolvierten beide ihr Programm und fuhren ohne Zeitdruck sicher nach 64 Kilometer über die Ziellinie. Tobias Sachse schaffte dabei mit seiner Zeit von 3Stunden 31Minuten in seiner Altersklasse Elite Männer Platz 50. Mike Brümmer ordnete sich nach 4Stunden 2Minuten bei den Senioren auf Platz 135 ein.

Bereits am letzten April Wochenende werden die Döbelner Mountainbiker in Italien beim Rocky Mountain BIKE Marathon an den Start gehen, welcher alljährlich den Auftakt zur Marathon Men Europe Serie darstellt.


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