22.05.2011 Skoda Velothon Berlin

 

Sightseeing mit Renntempo

 

Die Radsportler des Döbelner SC gönnen sich keine Pause. Am vergangenen Sonntag starteten Rolf Gebhardt (Hohenlauft), Uwe Mothes (Zschäschütz) und Sven Wallrabe (Goselitz) bei dem 4. Skoda Velothon in Berlin, einer der größten Straßenradsportveranstaltungen für Jedermann in Deutschland. Sie waren damit 3 der ca. 13000 Teilnehmer, die sich bei bestem Wetter auf eine der beiden Strecken von 60 bzw. 120 Km quer durch die Hauptstadt und ihr Umland machten. Auch in diesem Jahr war die Rennstrecke, die vorbei an geschichtsträchtigen Bauwerken führte zu 100% den Athleten überlassen. „Es war super organisiert, so kommt richtig Tour-Atmosphäre auf“ lobten die Sportler nachher den Veranstalter. Doch nicht nur dieser, sondern auch die tausenden von Zuschauern entlang der gesamten Strecke, die begeistert jubelten, sorgten für das richtige Feeling. Gebhardt, in der AK Senioren 3, startete über 60 Km während Mothes und Wallrabe (beide AK Senioren 2) für den langen Kanten gemeldet hatten.  Bei bestem Wetter und bereits warmen Temperaturen fiel der Startschuss Unter den Linden um ca. gegen 7.50 Uhr. Nach dem ersten kleinen Nadelöhr, dem Brandenburger Tor, nahm das Feld rasch Fahrt auf. Auf dem überwiegend flachen Kurs viel die Tachonadel nur selten unter 30Km/h. Wer das Glück hatte eine gute Gruppe zu erwischen war teilweise mit für Leihen nur schwer vorstellbaren 50 Sachen unterwegs. Kilometerlange Schlangen von Radfahrern machten nicht enden wollende Windschattenfahrten möglich. Alle 3 Döbelner Athleten fuhren konzentriert, hielten sich aus Rangeleien heraus und scheuten nicht davor zurück im Wind Führungsarbeit für die Verfolger zu leisten. Sven, der einen hinteren Startblock erwischt hatte, musste sich mühsam durch das Feld kämpfen. Ehrgeizig und durch die tobenden Zuschauer angepeitscht schaffte er bis zur Rennhälfte auch in dem langsameren Starterfeld einen Schnitt von rund 40Km/h. „So schnell war ich noch nie“ berichtete er im Ziel. Sein Vorwärtsdrang wurde jedoch bei Km 65 kurzzeitig gebrochen. Auf einem Teilstück mit etwas holprigen Straßenbelag holte Ihn wie bereits am letzten Wochenende die Defekthexe ein. Ein Plattfuß und einige Minuten Frust, in denen er seinen Schlauch wechseln und mit ansehen musste, wie er von hunderten von Rennfahrern überholt wird, folgten. Es tröstete auch nur wenig als er sah, dass es außer Ihn auch noch einige andere erwischt hatte. Danach brauchte er einige Kilometer um wieder auf Touren zu kommen. Schließlich konnte er einen Gesamtschnitt von 37,4 Km/h ins Ziel retten. „3 Stunden wären schon drin gewesen“ trauert Wallrabe im Ziel seiner verlorenen Zeit nach. Ebenfalls knapp über 3 Stunden brauchte Mothes für die 120 Km. Gebhardt, auf der halben Distanz unterwegs, war zu dieser Zeit natürlich längst in ein frisches Trikot geschlüpft und empfing seine Kollegen im Ziel. Noch voller Adrenalin aber auch erschöpft stießen alle drei zufrieden auf ein perfektes Radwochenende an, selbstverständlich alkoholfrei.

 

Die nächste Herausforderung findet zwar in deutlich kleinerer Form statt ist aber durch Ihre örtliche Nähe nicht weniger interessant. In Kiebitz werden sich die Radsportler des Döbelner SC auf lokaler Ebene mit Ihren Mitstreitern messen. Das traditionelle Rennen startet am 5.6.2011. Wer also Lust verspürt sich Radsport aus der Nähe anzusehen sollte sich diesen Tag nicht entgehen lassen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

 

Rolf Gebhardt: AK Senioren3, 60 Km, 1:43:48h, Gesamtplatz 757 von 4372, Platz 74 von 700 in AK S3

Uwe Mothes: AK Senioren2, 120 Km, 3:01:53h, Gesamtplatz 955 von 4956, Platz 417 von 2052 in AK S2

Sven Wallrabe: AK Senioren2, 120 Km, 3:08:53h, Gesamtplatz 1529 von 4956, Platz 668 von 2052 in AKS2




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